Drucken
Zugriffe: 3974
Die Abwasserreinigung der ARA Wasserschloss schaut auf eine bewegte Vergangenheit zurück. Im Jahr 2017 konnte sie ihren 50. Geburtstag feiern. Zugleich erfuhr die Kläranlage eine Sanierung, die sie zu einer der innovativsten überhaupt macht. Doch schon in den Jahrzehnten zuvor musste sie einen Neubau und umfassende Sanierungen über sich ergehen lassen. So wie dies auch in Zukunft weiterhin der Fall sein wird. Sanierungen und ständiger Werterhalt einer ARA - eine permanente Aufgabe.

1948
Bewilligung des Projektkredits einer ge­meinsamen Kläranlage der Gemeinden Brugg und Windisch sowie der Klinik Kö­nigsfelden.

1962
Sämtliche Gemeinden sowie die Klinik Königsfelden beschlossen den Beitritt zu den Zweckverbänden.
Mit der Erstellung der Kläranlage und des Zuleitungskanals wird begonnen.

1967
Sämtliche Anlagen der beiden Abwas­serverbände wurden in Betrieb genom­men.

  • Am 10. Juni 1967 konnten die Kläranla­ge und der Zulaufkanal in Anwesenheit der kantonalen und eidgenössischen Behörden eingeweiht werden.
  • Sieben Gemeinden waren der ARA Windisch angeschlossen (Brunegg, Birr, Lupfig, Scherz, Hausen, Windisch, Brugg sowie die Klinik Königsfelden).

1970
Abwassermenge von ca. 5.5 Millionen m3 (30% mehr gegenüber 1968).

1971
Industrielle Betriebe Brugg übernahmen Betriebsleitung und Verwaltung.

1972
Die Abwässer der Gemeinden Gebenstorf und Habsburg werden seit Juni 1972 der Kläranlage Windisch zugeführt.

1975
Abwassermenge von 6 Millionen m3

1979
Abwassermenge von 7.5 Millionen m3

1980
Folgende Arbeiten wurden durchgeführt:
  • Automatischer Frischschlammabzug.
  • Einbau des Rührwerkes im Trichter des Vorklärbeckens 1 und Installation der Dichtemessung.
  • Regelung der Abwasserzufuhr zu den Belüftungsbecken. 1982 Ausbau der Rechengut- und Sandaustra­gungsanlage. Innenabdichtung gegen Grundwasser im Rohrkeller.
1983
Sanierung der Heizkesselanlage, des Vor­klärbeckenräumers und des Schlamm­abgabegalgens.

1985
Gasmotor-Generatoren wurden in Be­trieb genommen und erbrachten eine beträchtliche Einsparung an Fremd­energie.
1986
Die alte Überschuss-Gasverbrennungs­anlage musste wegen der grossen Störan­fälligkeit ersetzt werden.

1987
Bau von zwei Schlammstapelbehälter von Je 1'000 m3 Inhalt (vorher ein Faulturm und ein Schlammstapelbehälter mit einem Volumen von je 850 m3).

1989
Vorfällung (Entfernung von Phosphor aus dem Abwasser) wurde in Betrieb genom­men. Dadurch konnte die Belastung der biologischen Stufe erheblich reduziert werden.

1990
  • Faulraum 2 wurde saniert (neue Aussen­hülle)
  • Abwassermenge 7.6 Millionen m3.

1991
Umbau der Biologie (Versuchsstrasse).

1992
Nach 27 Jahren ununterbrochenem Ein­satz wurde Faulraum 1 saniert.

1993
  • Rührwerke in zwei Belüftungsbecken. In der Biologieversuchsstrasse wurden in der Anox Zone zwei Rührwerke eingebaut.
  • Zweite Impfschlammpumpe. Zuständig für die Schlammzirkulation über den Wärmetauscher zur Aufheizung des Schlammes im Faulturm.

1994
Projekt «ARA 2000»
infolge Änderung der Subventionsordnung des Bundes musste die ProJektierung «ARA 2000» umgehend eingeleitet werden.

1995
Beginn der Bauarbeiten «ARA 2000»
  • Die ersten Bauarbeiten wie Fundation und die betriebsinterne Strasse im Be­reich der Faultürme.
  • Frischschlammsiebung (Strainpresse) installiert.

1996
Bauphase Projekt «ARA 2000» Gebäude konnte sich in der architektonisch gelungenen Aufmachung präsentieren.

1997
Installation Entwässerungs- und Trock­nungsanlage: System Rol lfit.

1998
Im Rahmen der «ARA 2000» wurden die Fällungsstation und die Frischschlamment­wässerung neu in Betrieb genommen.
Einbau einer kombinierten Faulschlamm­entwässerungs- und Trocknungsanlage.

1999
Hochwasser
Die Kläranlage wurde nicht verschont; Eindrin­gen des Wassers ins Betriebsgebäude konnte in letzter Minute verhindert werden. Diverse Anlageteile wurden trotzdem beschädigt.

2003
Neues Labor
Ein neues Büro und Labor wurden einge­richtet und die Anbindung der Kläranlage ans Internet erfolgte.

2004
Wassertage
800 Besucher besichtigen die ARA.

2006
Ersatz der beiden Blockheizkraftwerke (BHKW) und Umsetzung des Energiekonzepts.

2009
Neue Räumer in den Vorklärbecken und Werterhaltungsmassnahmen.

2010
Sanierung biologische Reinigung, Ab­schluss Baumassnahmen.
Einbau der neuen Vorklärbeckenräumer und verschiedene Werterhaltungsmass­nahmen im Beckenbereich.

2011
Abwasserverband Untersiggenthal und Turgi beschlossen ihre Abwässer in der Kläranlage Windisch zu reinigen.

2012
Untersiggenthal und Turgi wurden als Ver­bandsgemeinden aufgenommen. Die Sat­zungen wurden entsprechend angepasst.

2013
Einbau einer neuen Schneckenpresse, welche den Faulschlamm entwässert.

2014
Spatenstich und Beginn Neubau Biofilter.

2015
Neubau Biofilter, Umbau Sandfang und Vorklärbecken, Beschluss Aufhebung Gas­verwertung mit BHKW, dafür Aufbereitung des Klärgases zu Biogas in Erdgasqualität.

2016

Inbetriebsetzung und Leistungstest des Bio­filters. Beschluss Ausbau 2. Etappe mit Regen­wasserbehandlung, Hochwasserschutz- und Werterhaltungsmassnahmen. Im Oktober er­folgte die Reinigung der Abwässer Untersig­genthal und Turgi definitiv in der ARA Win­disch. Damit sind der Kläranlage 12 Gemein­den mit 3 Verbänden angeschlossen. Erfolg­reiche Inbetriebnahme der Klärgasaufbereitung.

2017

Ausbau Betriebsgebäude und Beginn der 2. Ausbauetappe. 9.September Tag der offenen Türe. Die Kläranlage feiert ihren 50. Geburtstag.
Beschluss des Vorstan­des für die Namensänderung in Kläranlage Wasserschloss.


2018
Aufgrund der Fusion von Scherz und Lupfig werden der Kläranlage dann 11 politische Gemeinden angeschlossen sein.